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Richtig lüften und heizen

Achten Sie auf ein gesundes Raumklima durch richtiges Lüften und Heizen!

Familie auf einem Sofa, an frischer Luft

Ob Sie sich in Ihren vier Wänden wohl fühlen, hängt nicht zuletzt von der Raumluft ab. Dabei spielen Temperatur und Luftfeuchtigkeit eine entscheidende Rolle. Schon der Aufenthalt eines Menschen in einem Raum lässt die Luftfeuchtigkeit deutlich ansteigen. Aber auch Tätigkeiten im Haushalt wie kochen, wischen, duschen oder das Öffnen der gerade durchgelaufenen Spülmaschine lässt die Luftfeuchtigkeit deutlich ansteigen. Ist Ihnen bewusst, dass in einem durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt täglich bis zu 15 Liter Wasserdampf „entlüftet“ werden müssen?

Gefahr von Schimmelbildung

Je nach Lufttemperatur kann die Luft mehr oder weniger Wasserdampft aufnehmen. Steigt die Luftfeuchtigkeit zu stark an oder fällt die Lufttemperatur ab, schlägt sich Kondens- oder Tauwasser an den kältesten Oberflächen des Raumes, z.B. an Spiegeln, Fensterflächen, Raumecken oder an Flächen mit wenig Luftbewegung, z.B. hinter Schränken, nieder. Laut DIN 4108 „Wärmeschutz im Hochbau“, Teil 2 liegt die kritische Oberflächentemperatur in Bezug auf Schimmelbildung bei 12,6 °C.

Diesen Vorgang kann man auch beobachten, wenn ein Brillenträger im Winter von draußen kommend einen warmen Raum betritt. Die Brille beschlägt, weil die warme Raumluft im Bereich der Brille abgekühlt wird. Da kältere Luft weniger Feuchtigkeit aufnehmen kann, kommt es zu Tauwasser auf den Brillengläsern. Auch bei Fenstern mit Einscheibenverglasung, an denen wegen der kalten Oberfläche häufig Wasser kondensierte, war dies früher regelmäßig zu beobachten. Genauso verhält es sich auch bei kalten Bauteilen. Warme, mit Feuchtigkeit angereicherte Luft trifft auf ein unzureichend gedämmtes Bauteil, kühlt ab und gibt Feuchtigkeit in Form von Tauwasser ab.

Da Schimmelpilze für ihr Wachstum Feuchtigkeit benötigen, gilt es die Luftfeuchtigkeit im Auge zu behalten und ggfs. durch lüften zu reduzieren. Die Luftfeuchtigkeit bei einer Raumtemperatur von 20 °C liegt optimaler Weise zwischen 40 % und 50 %.

Feuchtigkeitsquelle Menge der Feuchtigkeitsabgabe pro Tag
Atmen/schwitzen einer Person ca. 1,0 - 1,5 Liter
Kochen ca. 0,5 - 1,0 Liter
Duschen/baden einer Person ca. 0,5 - 1,0 Liter
Wäschetrockner ca. 1,0 - 3,0 Liter
Zimmerpflanzen ca. 0,5 - 1,0 Liter

Richtiges Lüften und Heizen senkt Gesundheitsrisiko und Heizkosten

Kontrollieren Sie mit einem handelsüblichen Hygrometer regelmäßig die Luftfeuchtigkeit Ihrer Räume. Ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch, muss gelüftet werden und überschüssige Feuchtigkeit nach draußen transportiert werden. So können Sie effektiv die Schimmelpilzbildung vermeiden und das damit verbundene Gesundheitsrisiko minimieren.

So lüften Sie richtig:

  1. Lüften Sie täglich und das mehrmals (3 – 4-mal täglich).
  2. Lüften Sie immer bei vollständig geöffnetem Fenster (Stoßlüftung). Nur so ist ein kompletter Luftaustausch in kurzer Zeit möglich. Öffnen Sie zusätzlich die Innentüren und lüften Sie quer, um die Effektivität des Lüftens noch zu erhöhen. Bei der Querlüftung reicht bereits ein mehrfaches Lüften von nur 2 - 5 Minuten aus, damit Feuchtigkeit, aber wenig Wärme entweichen kann.
  3. Kipplüften dauert erheblich länger und erhöht dadurch den Wärme- und Energieverlust erheblich. Daher während der Heizperiode keine Kipplüftung anwenden.
  4. Schließen Sie während des Lüftens die Heizkörperventile. So sparen Sie Heizenergie.
  5. Lüften Sie die Räume je nach ihrer Nutzung: Schlafräume am besten morgens nach dem Aufstehen, mindestens 5-10 Minuten. In Küche und Bad, wo viel Feuchtigkeit entsteht, sollte diese direkt nach dem Entstehen weggelüftet werden. Haben diese Räume keine Fenster, lassen Sie die Ventilatorlüftung lange genug laufen.
  6. Trocknen Sie Wäsche am besten in einem gut gelüfteten Kellerraum.
  7. Große Möbelstücke sollten Sie möglichst nur an Innenwänden oder gut gedämmten Außenwänden aufstellen. Achten Sie auch auf einen ausreichenden Abstand zur Wand (ca. 5 – 10 cm) und auf Lüftungsschlitze am Boden, damit die Luft dahinter gut zirkulieren kann. Es können auch Sockelleisten entfernt werden (Vorsicht z.B. bei Bettkästen).
Querlüftung
Querlüftung
Stoßlüftung
Stoßlüftung
Kipplüftung
Kipplüftung

Tipps:

  • Beim Lüften im Sommer müssen Sie bei kalten Räumen, insbesondere bei Kellern, vorsichtig sein, weil sich die Luftfeuchtigkeit der Außenluft schnell an den kalten Wänden niederschlagen kann. Daher Kellerfenster an warmen, schwülen Sommertagen höchstens in den kühlen Morgenstunden öffnen und ansonsten geschlossen halten.
  • Ein Neubau braucht ca. ein bis zwei Jahre, um vollständig auszutrocknen. In dieser Zeit besteht ein erhöhter Heizbedarf.
  • Bei der Planung eines Neubaus sollten Sie über eine kontrollierte Wohnraumlüftung in Form einer Lüftungsanlage nachdenken. Sie hat den Vorteil, bedarfsgerecht für ein optimales Wohnklima zu sorgen und dabei so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen.
  • Überprüfen Sie nach einer energetischen Sanierung Ihr Lüftungsverhalten. Wenn keine Wärme mehr unkontrolliert durch Ritzen und Wärmebrücken verloren geht, muss kontrolliert gelüftet werden (manuell oder per Wohnraumlüftung).

So heizen Sie richtig:

  1. Heizen Sie alle Räume auf mindestens 16° Celsius - auch solche, die Sie nicht benutzen, um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden.
  2. Halten Sie die Türen zu weniger beheizten Räumen geschlossen - bei geöffneten Türen strömt warme Luft in das kühlere Zimmer und kondensiert dort: Gefahr von Schimmelbildung.
  3. Drehen Sie während des Lüftens die Heizkörperventile runter.
  4. Senken Sie über Nacht die Heiztemperatur.
  5. Achten Sie darauf, dass die Heizkörper nicht durch Vorhänge oder Möbel verdeckt werden. Zu Heizkörper und Boden sollte ein Mindestabstand von 10 cm eingehalten werden, um einen Luftaustausch gewährleisten zu können.

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